Startseite   |   Impressum   |   Kontakt   |   Kokosöl kaufen

fairer Handel

ausschliesslich Kokosöl aus fairem Handel

Die Bio-Kokosnüsse werden von kleinen Familienbetrieben ohne Einsatz von Pestiziden, Insektiziden oder Kunstdünger biologisch angebaut und per Hand geerntet. Die Anbaugebiete sind durch die ECOCERT EU-BIO zertifiziert. Auf ca. 1 ha = 10.000 qm stehen ca. 175 – 180 Kokospalmen.

Die frischen Bio-Kokosnüsse werden direkt nach der Ernte abgeholt, der Produktion zugeführt und in einem speziellen, sehr schonenden Kaltpressverfahren verarbeitet. Während des gesamten Produktionsablaufes wird zu keinem Zeitpunkt Hitze von aussen hinzugeführt, nicht vor der Kaltpressung und nicht nach der Pressung.

Zur Gewinnung unseres Kokosöls verwenden wir ausschliesslich das Öl aus der 1. Pressung. Dies garantiert den hohen Gehalt an natürlichen wichtigen Inhaltsstoffen, speziellen hochwertigen Fettsäuren, Vitaminen und den natürlichen, angenehmen Geschmack und Geruch der Bio-Kokosnuss.

Das Kokosöl aus der 2. Pressung wird ausschliesslich zu kosmetischen Zwecken und zur Seifenherstellung verwendet.

Somit garantieren wir 100% reinstes Premium Virgin Coconut Oil aus der 1. Pressung.

Manche Hersteller von Kokosöl vermischen die 1. und die 2. Pressung, um eine höhere Ausbeute und damit einen höheren Gewinn zu erzielen. Bei der 2. Pressung wird der Presskuchen aus der 1. Pressung in Kokoswasser getränkt und dann ein zweites mal gepresst. Durch den höheren Pressdruck können sich die Geruchs- und Geschmacksstoffe verstärken, was man leicht durch eine Geruchs- oder Geschmacksprobe feststellen kann, vorausgesetzt das Kokosöl ist nicht nachbehandelt worden.

Herkömmliches Kokosfett

Die meisten Kokospalmen wachsen in Plantagen auf den Philippinen, in Indonesien und Indien. Üblicherweise werden die reifen Nüsse während des Jahres laufend geerntet, von ihrer faserigen Hülle befreit, aufgeschlagen und die Kokosmilch ablaufen gelassen. Anschliessend wird das stark wasserhaltige Fruchtfleisch getrocknet – entweder an der Sonne (sun dried) oder über dem Feuer (smoke dried). Das offene Trocknen verläuft nicht immer besonders hygienisch, zudem können die aufgeschlagenen Kokosnüsse bei zu hoher Luftfeuchtigkeit schimmeln. Das Trocknen über Feuer geht zwar schneller, es kann jedoch zu unerwünscht hohen Schadstoff-Gehalten an so genannten polyzyklischen Kohlenwasserstoffen führen, wie sie beim unsachgemässen Grillen entstehen und im Zigarettenrauch vorkommen.

Das getrocknete Kokosnussfleisch heisst Kopra, es besteht zu 65 % aus Fett und ist das eigentliche Ausgangsmaterial für die konventionelle Herstellung von Kokosfett.

Das Fett wird durch Pressen der Kopra gewonnen.

Das Restöl im verbleibenden Kopraschrot kann mit Benzin herausgelöst werden.

Das auf diese Weise aus Kopra gewonnene Kokosfett ist für den menschlichen Verzehr zunächst ungeeignet.

Es enthält einen hohen Anteil an Geruchsstoffen wie natürlich gebildeten Ketonen und kurzkettigen Fettsäuren. Um ein Fett mit neutralem Geschmack und für eine bequeme Verwendung in verarbeiteten Lebensmitteln zu erhalten, muss das Öl zuerst wieder aufgearbeitet werden.

Dieser Vorgang umfasst eine Raffination, die Desodorierung und das Bleichen, wobei hohe Temperaturen, Bleichmittel, Natronlauge und heißer Dampf angewendet werden, um unerwünschte Begleit- und Geschmacksstoffe zu entfernen.

Auch erwünschte Fettbegleitstoffe wie Vitamine werden dabei abgetrennt oder zerstört.

Nicht selten erfolgt nun noch eine Fetthärtung oder Teilhärtung, bei der die geringen Mengen an ungesättigten Fettsäuren im Kokosfett in gesättigte Fettsäuren umgewandelt werden. Das Endprodukt – herkömmliches Kokosfett – ist ein rein weisses, geschmacksneutrales, haltbares und hitzestabiles Fett. Wurde es teilgehärtet, kann es jedoch Spuren unerwünschter Trans-Fettsäuren enthalten. Kurzum, wir haben es mit einem hoch verarbeiteten Produkt zu tun, dass zwar viele, aber längst nicht alle Vorteile des Kokosfettes aufweist und noch unerwünschte Rückstände und Reaktionsprodukte aus Gewinnungsprozess und Fettbearbeitung enthalten kann.

Das so gewonnene Fett dient in erster Linie nicht dem Genuss, sondern es ist ein praktikables, sehr hitzestabiles, leicht zu dosierendes, Gebrauchsfett zum Braten und Sieden. Wegen seiner Angebotsform (in leicht zu dosierende Plattentafeln gegossen), nennt man es auch „Plattenfett“.

Genau so, wie wir in Europa normalerweise als Verbraucher nichts von der ursprünglichen Steinfrucht der Kokospalme, dem faserigen Mesokarp bzw. den vielen Nutzungsmöglichkeiten der Kokospalme durch Erfahrung wissen, genau so wenig erleben wir normalerweise den Genuss von naturbelassenem Kokosöl. Das Kokosfett, das man in Europa im Handel kaufen kann, ist normalerweise festes, weisses Plattenfett, oft in Mischung mit anderen Speisefetten.